Leistungswissen
Büromöbel entsorgen oder verwerten
Schreibtische, Schränke, Stühle: Was Sperrmüll ist, was Wert hat und was der Gewerbeabfall kostet.
Gewerbe ist nicht Haushalt
Der kommunale Sperrmüll gilt für Privathaushalte. Gewerbliche Mengen laufen über die Gewerbeabfallverordnung: getrennt nach Holz, Metall, Kunststoff und Restfraktion, mit Dokumentationspflicht. Kleine Mengen nehmen viele Wertstoffhöfe gegen Gebühr an.
Verwerten statt bezahlen
Gut erhaltene Möbelserien namhafter Hersteller haben einen Gebrauchtmarkt. Aufkäufer und Sozialkaufhäuser holen teils kostenlos ab; bei größeren Posten ist eine Wertanrechnung im Räumungsangebot verhandelbar.
Was wirklich Restmüll ist
Verschlissene Drehstühle, beschädigte Pressspanmöbel und Einbauten landen in der Verwertung. Wer vorab trennt, drückt die Containerkosten spürbar, denn Mischabfall ist die teuerste Fraktion.
Kosten im Blick
| Position | Übliche Spanne | Einordnung |
|---|---|---|
| Richtwert je m² Bürofläche | 20 bis 50 Euro | Der Füllgrad entscheidet: leer geräumte Flächen am unteren, vollgestellte am oberen Rand. In Großstädten 20 bis 30 Prozent darüber. |
| Kleinbüro bis 30 m² | 500 bis 1.200 Euro | Pauschalpreise üblich; die Besichtigung vorab ist bei seriösen Betrieben kostenlos. |
| Bürofläche um 100 m² | 1.500 bis 3.000 Euro | Inklusive Entsorgung und besenreiner Übergabe bei normalem Füllgrad. |
| Aktenvernichtung nach DIN 66399 | 5 bis 15 Euro je Archivbox | Mit Vernichtungsnachweis; Behälterlösungen ab etwa 80 Euro je 240-Liter-Tonne. |
Richtwerte für normal gefüllte Flächen inklusive Entsorgung. Sonderabfälle, Termindruck und Mischcontainer treiben den Preis, Wertanrechnung und Vorsortierung senken ihn.
Dienstleister vor Ort finden
Welche Betriebe in Ihrer Stadt erfasst sind, zeigt das Städteverzeichnis.